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Der St. Vitus Schützenverein Südlohn 1606 e.V. ist stolz auf seine vereinseigene Pferdekutsche. Die Landauer Kutsche wurde vermutlich um 1900 von der Firma P.Scheurer & C aus Düsseldorf gebaut. Um 1950 hat der Verein, ein genaues Datum ist leider nicht bekannt, die Kutsche gekauft und stetig eingesetzt, aber die Jahre hinterließen auch Spuren an der Kutsche. Von Februar bis April  2015 wurde die Kutsche jetzt in Polen von einer Spezialwerkstatt mit hervorragenden Referenzen komplett restauriert. Die Experten bauten die Kutsche völlig auseinander und setzten sie nach der Überarbeitung Stück für Stück wieder zusammen. Wichtig dabei war der Erhalt des Holzrahmens, welcher die Kutsche leicht und elastisch macht. Solch eine handwerkliche Spitzenarbeit aus früheren Zeiten ist heute nur noch schwer nachzubauen. Wegen der Verkehrssicherheit bauten die polnischen Fachleute zudem eine hydraulische Scheibenbremse ein. Dazu kamen aufwändige Lackierarbeiten. Herausgekommen ist ein Prachtstück von Kutsche. Ihren ersten offiziellen Einsatz hat sie dann bei unserem Schützenfest im August. Diese Woche war dann auch die Besichtigung, der im neuen Licht strahlenden Kutsche.
Auf dem Bild, bei der Übergabe dabei, von links: Präsident Heinrich Sibbing, Kassierer Christoph Röttger und Vizepräsident Richard Schrieverhoff.

 

Erklärung  zur Herkunft des Begriefes “ Landauer “

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Die Herkunft der Bezeichnung Landauer ist strittig und nach Lage der bekannten Belege nicht ganz sicher zu entscheiden.

Ableitungen aus dem Deutschen bringen den Kutschnamen mit dem Ortsnamen Landau, und dann besonders mit Landau in der Pfalz, in Verbindung. Dort sollen Wagen dieses Typs zuerst oder in besonderer Qualität gebaut worden sein, wie auch Goethe es andeutet, wenn in Hermann und Dorothea der „erste Kaufmann“ des rechtsrheinischen Schauplatzes im „geöffneten Wagen (er war in Landau verfertigt)“ (1,56) fährt. Oder der Name soll entstanden sein, als König Joseph I. 1702 von Wien nach Landau in der Pfalz fuhr, um dort den Oberbefehl bei der Belagerung dieser damals französischen Grenzfestung zu übernehmen: der seinerzeit aufsehenerregende Vorgang, bei dem der König mit einem Gefolge von über 250 Personen in 77 Kutschen die Strecke in 14 Tagesetappen zurücklegte, soll den dabei verwendeten Reisewagen neuartigen Typs in der Folgezeit dauerhaft mit dem Namen Landaus verknüpft haben. Das ist eine der Herkunftserklärungen.